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Linkaufbau durch Linkraub? – Deutsches Historisches Museum Berlin

Eine bessere Überschrift fällt mir nicht ein, denn für diesen Vorgang gibt es meines Wissens noch keine richtige Terminologie.

Auf einer unserer Webseiten wird das Deutsche Historische Museum in Berlin verlinkt (www.dhm.de). Gestern Abend erreicht mich eine E-Mail, die auf den ersten Blick einwandfrei aussieht – individuelle Anrede, fehlerfreies Deutsch, in der Signatur die Kontaktdaten des Deutschen Historischen Museums. Angeblich verschickt von dessem Technischen Leiter. Hier der wesentliche Auszug:

[…] Ich schreibe Ihnen, da unsere Webseite http://www.dhm.de bis zum 1.Juni 2009 nicht mehr erreichbar sein wird.
Wir sind auf eine neue, internationale Domain umgezogen: http://www.dh-museum.com. Es wäre deswegen sehr freundlich von Ihnen, wenn sie den Link auf unsere Webseite ändern könnten. […]

Diese andere Domain leitet derzeit tatsächlich per Status 302 auf www.dhm.de weiter. Stutzig gemacht hat mich aber der Sender im Header der E-Mail. Also nicht der Absender, der natürlich „korrekt“ war, sondern die tatsächliche Sendeadresse, die in vielen Mailprogrammen gar nicht angezeigt wird. Im Thunderbird aber war zu sehen, dass die Mail vom Host herpesrelief.org kam. Und das hat mich dann doch mehr an die US-amerikanische Pharmaszene erinnert als an ein Deutsches Museum.

Ein Blick auf die Website des Deutschen Historischen Museum bestätigt den Verdacht. Hier ist zum Glück sehr zeitnah ein Hinweis auf die betrügerische E-Mail angebracht, mit der Richtigstellung: Die Domain des Deutschen Historischen Museums ändert
sich NICHT zum 1. Juni 2009! „www.dhm.de“ bleibt erhalten!

Ich befürchte, dass dennoch viele Webmaster die E-Mail für echt erachten und den Link auf die vermeintlich neue Domain ändern. Wenn der Linkaufbau durch die dem Museum geraubten Links für diese Domain erst einmal abgeschlossen sein wird, möchte ich gar nicht wissen, was dort plötzlich für Inhalte auftauchen werden.

3 Reaktionen zu “Linkaufbau durch Linkraub? – Deutsches Historisches Museum Berlin”

  1. Meene Lindner

    Hallo,
    Auch ich habe von „Herrn“ Aselmann als Linknutzer des Deutschen Historischen Museum für meine Webseite diese Email bekommen. Da sie nicht betrügerisch wirkt, bin ich zunächst der Bitte nachgekommen die URL anzupassen. Nur durch Zufall und Neugier bin ich einmal auf die Hauptseite von www.dhm.de gegangen und gesehen, was gerade läuft. Nach kurzem Googlen war ganz klar, was los ist. Sofort wurden die Links wieder korregiert auf meiner Seite.
    Kann man nur hoffen, dass die anderen betroffenen Seitenbetreiber ebenfalls diesen Fehler bemerken und rechtzeitig berichtigen.

  2. Rainer Göttlinger

    Google listet bereits 281.000 Treffer für www.dh-museum.com, mehr als für die originale Domain. Wird wohl schwer werden, die alle wieder auszurotten.

  3. Klaus Reimann

    Zum Eintrag vom 9.4.:
    Die Angabe ist nicht richtig! Es werden bei der Recherche auch Treffer angezeigt, die lediglich „museum“
    enthalten. Googlen nach „dh-museum.com“ bringt lediglich ca. 100 Treffer.

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