Orthomolekulare Medizin
Das Hauptaugenmerk in der Orthomolekularen Medizin liegt auf der Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, also von Mikronährstoffen. Den Begriff Orthomolekulare Medizin (auch: Orthomolekularmedizin) definiert der Begründer Linus Pauling wie folgt:
"Die Erhaltung der Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind."
Der Mensch sicherte tausende Generationen lang als Sammler und Jäger sein Überleben, er lebte über einen Zeitraum von etwa 500 Generationen von der Landwirtschaft, lebte seit etwa zehn Generationen im so genannten Industriezeitalter und verzehrt erst seit etwa zwei Generationen hochgradig verarbeitete Lebensmittel. Der heutige Mensch hat zwar immer noch den gleichen Bedarf an Mikronährstoffen, da der menschliche Körper sich mit seinen physiologischen Funktionen einer hohen Aufnahme von Mikronährstoffen angepasst hat, die Zufuhr aber entspricht bei weitem nicht mehr der Menge, die sein Vorfahr dem Körper zuführte.
Die Empfehlungen, was die aufzunehmenden Mengen an Mikronährstoffen betrifft, richtet sich weitestgehend nach der Menge, die benötigt wird, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Auch die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat ihre Mengenempfehlungen daraus abgeleitet. Die National Academy of Sciences, USA (mitbegründet von Linus Pauling) wiederum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung darüber aufzuklären, dass mit einer über den Mindestbedarf hinausgehenden Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen für viele mit der Ernährung in direktem Zusammenhang stehende Erkrankungen das Krankheitsrisiko gesenkt werden kann. Auch die WHO (World Health Organisation) bekundet ihr Interesse an der Möglichkeit, den momentanen Gesundheitszustand nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern ihn auch zu verbessern.
Durch die erhöhte Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Antioxidantien, bestimmten Aminosäuren und bestimmten Fettsäuren wird in der orthomolekularen Medizin versucht, bei auftretenden Krankheiten nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern den Ursachen auf den Grund zu gehen und diese zu beseitigen.
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